SSV - Sport- und Spielverein Chemnitz e.V.

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Saisonrückblick Damen I

Die Hallensaison 2016/2017 begann wie jedes Jahr mit dem traditionellen Trainingslager in Grünheide Mitte August. Zwar mit dabei, aber nur in der Organisation anzutreffen, war unsere Zuspielerin Isa. Sie konzentrierte sich diese Saison auf die Nachwuchsarbeit. An dieser Stelle nochmals unsere herzlichsten Glückwünsche! Leider auch nicht mehr im Team sind Daggi und Romy, die beide verletzungsbedingt den Spielbetrieb aufgeben mussten. Neu begrüßen durften wir hingegen Michelle (Shelly), die als Zuspielerin vom CPSV zu uns gekommen ist.


Aus unserem eigenen Nachwuchs zählten nun auch Theresa und Natalie von Damen II, die uns schon in der vergangenen Saison tatkräftig unterstützen, fest zu unserem Team. Als Jugendspielerin half Theresa weiterhin auch bei unseren Damen II aus. Michelle (Michi) von Damen III komplettiert unsere Mannschaft, sodass wir mit 11 Spielerinnen wie folgt in die Saison starteten:

Mittelblock: Kati, Antje und Natalie; Zuspiel: Emi Z., Shelly und Michi; Dia: Michelle und Theresa, Libero: Emi L.; Außen Izzy, Theresa und Phia.

Das erste Zusammenspiel konnten wir bei einem Turnier in Brandenburg Anfang September erproben. Es waren ausschließlich höherklassige Teams gemeldet, sodass wir nicht mit großen Erfolgserwartungen den langen Weg auf uns nahmen. Durch ein gutes Mannschaftsgefüge hielten wir aber sehr gut mit und besiegten sogar den ein und anderen Gegner. Gestärkt durch diese erste Erfahrung bestritten wir am letzten Septemberwochenende das erste Punktspiel gegen Textima. Wie auch schon in der Saison 2015/2016 taten wir uns im ersten Spiel trotz unerschütterlichem Kampfeswillen schwer, entschieden die Partie diesmal aber mit 3:2 für uns. Eine Woche zuvor zogen wir gegen die Albernauer Mädels und die zweite Mannschaft von Ortmannsdorf eine Runde weiter im Bezirkspokal.

Einen Monat nach dem Auftakt bei Textima fuhren wir nach Plauen. In exzellenter Tagesform ließen wir der jungen Mannschaft keine Chance ins Spiel zu finden. Druckvolle Aufschläge, spitzenmäßige Abwehr und intelligente Angriffe bescherten uns einen klaren 3:0-Sieg. Ende Oktober spielten wir erneut gegen Textima, diesmal um den Einzug ins Bezirkspokalfinale. Wir steigerten uns im Vergleich zum Punktspiel und sicherten uns den Finalplatz mit 3:1. Die Freude war groß, denn bisher hatten wir das Endspiel noch nie erreicht. Bereits eine Woche später waren wir bei Harthau zu Gast. Aufgrund unserer jüngsten Erfolge nahmen wir das Spiel etwas zu leicht. Die Sätze rasten nur so an uns vorbei. Die Gegnerinnen setzten uns konsequent unter Druck und die Fehler häuften sich. Es gelang uns nicht mehr, Harthau unser Spiel aufzuzwingen, sodass wir ohne Punkte mit 1:3 nach Hause fuhren.

Im ersten Heimspiel der Saison Mitte November begrüßten wir den FSV Reichenbach und den WSG Schwarzenberg. Aufgrund des intensiven Trainings spielten wir selbstbewusst und hoch motiviert gegen Reichenbach auf. In den ersten beiden Sätzen lief es gut für uns. Ab Satz 3 hatten sich die Gäste aber so gut auf uns eingestellt, dass wir Punkt für Punkt, Satz für Satz und am Ende leider auch das Spiel abgaben. Da es aber ein sehr gutes Spiel auf Augenhöhe war, ließen wir uns nicht entmutigen und besiegten Schwarzenberg mit 3:0. Mit überschaubaren 9 von möglichen 15 Punkten und zwei Niederlagen aus 5 Spielen fanden wir uns vorläufig im Mittelfeld der Tabelle ein.

Ende November folgte das zweite Heimspiel. Es reisten der VSV E. Reichenbach und VSV Oelsnitz an. Wie immer bei Heimspielen gaben wir auf und neben dem Feld eine gute Figur ab. Wir spielten klare Punkte und hielten unsere eigenen Fehler auf Rekordtief. Dies bescherte uns weitere 6 Punkte und Platz 2 der Tabelle.

Nun endlich stand das Bezirksfinale an. Unsere Gegnerinnen aus Plauen hatten noch eine Rechnung mit uns offen. Wir fuhren nach Reichenbach, wo das Finale ausgetragen wurde. Hier erlebten wir die erste - und letzte - richtige Schlappe dieser Saison. Die Plauener Mädels waren hoch motiviert und dominierten uns von Anfang bis Ende. Völlig überrascht von Aufschlaghärte, Blockverhalten und Angriffsstärke konnten wir an diesem Tag Plauen nur wenig Gegenwehr bieten und verloren unser erstes Pokalfinale bitter mit 0:3. Deprimiert von diesem Ausgang fuhren wir am nächsten Tag zum Punktspiel nach Nassau. In unseren Köpfen spukte teilweise noch die Niederlage vom Vortag. Wir hatten Mühe, unsere Stärken wieder zu mobilisieren und Nassau in den Griff zu bekommen. Aus unserer Sicht war es ein sehr langes Spiel, denn wir brauchten stets mehrere Angriffe um einen Punkt zu machen. Die gegnerischen Spielerinnen schafften es immer wieder, noch eine Hand unter den Ball zu bekommen und wehrten sich mit Leibeskräften gegen die Niederlage. Am Ende fuhren wir glücklich, wenn auch nicht vollends zufrieden, mit 2 Punkten nach Hause und konzentrierten uns erstmal auf Weihnachten. Gemeinsam mit Damen II schlenderten wir über den Chemnitzer Weihnachtsmarkt und trafen uns anschließend zum traditionellen Schrottwichteln.

In die Rückrunde starteten wir gegen Plauen. Nun waren wir diejenigen, die zeigen wollten, dass wir mehr können als in unserer letzten Begegnung. Der erste Satz war ausgeglichen, ging aber letztendlich doch an Plauen. „Kein Problem", sagten wir uns, und spielten weiter frei auf. In den Sätzen 2 und 3 waren wir dem jungen Team überlegen. Im vierten Satz schien alles klar, denn wir führten bereits deutlich. Doch nun häuften sich unsere eigenen Fehler und so machten wir Plauen unnötig stark. Knapp gaben wir den Satz ab und mussten uns auch im fünften Satz geschlagen geben. Diese Unentschlossenheit im „Sack zu  machen" zog sich auch durch unsere nächsten zwei Spiele gegen Reichenbach und Oelsnitz durch. Klar führend mit zwei Sätzen im Gepäck schafften wir es gegen VSV E. Reichenbach nicht, das Spiel eindeutig für uns zu entscheiden. Unkonzentriert in Aufschlägen und Angriffen gaben wir sowohl in Reichenbach als auch in Oelsnitz je zwei Sätze ab. Im fünften Satz zogen wir dann klar und deutlich einmal mit 15:8 und einmal mit 15:3 davon.

Anfang März gegen den Aufstiegsfavoriten FSV Reichenbach sollte alles besser werden. Leider setzten sich die Gastgeberinnen gleich zu Beginn des Spiels durch druckvolle Aufschläge ab. Trotz gut überlegter Angriffe und eigenen schwer anzunehmenden Aufschlägen dominierte Reichenbach das Spiel und schickte uns mit 0:3 nach Hause. Im Heimspiel zwei Wochen später zahlte sich das intensive Zuspieltraining der letzten Wochen aus. Schnelle, präzise Pässe sowie hervorragende Ballverteilung unserer Zuspielerinnen Emi und Shelly machten an diesem Tag den Unterschied zu den Gegnerinnen Nassau und Harthau aus. Die annehmenden Spielerinnen waren wieder einen Schritt schneller als in den vergangenen Partien, sodass die Abwehr insgesamt sehr stabil war. Am Ende des Tages holten wir mit zwei 3:1-Siegen 6 Punkte.

Zum vorletzten Spiel fuhren wir nach Schwarzenberg. Die Gastgeberinnen machten es uns nicht leicht unser Spiel aufzubauen. Nebenbei schlichen sich wieder zunehmend die eigenen vermeidbaren Fehler und Ungenauigkeiten ein. Doch wir kompensierten diese Tagesschwächen durch unsere Abwehrstärke. Auch im Block angelten wir den einen und anderen Ball, sodass wir am Ende weitere 3 Punkte auf unserem Konto verbuchten. Vor dem letzten Spieltag der Saison sah die Tabelle für uns recht interessant aus. Sollten wir gegen Textima gewinnen, könnten wir noch an Plauen und Harthau vorbei ziehen und Platz 2 für uns beanspruchen. Mit diesem Gedanken empfingen wir Textima in unserer Halle. Im ersten Satz kämpften wir mit uns selbst, wie so oft in dieser Saison. Die Annahme wackelte so stark, dass wir den Satz zwar knapp abgaben, aber eben SSV-typisch verschenkten. Im zweiten Satz kam zur wackeligen Annahme noch eine hohe Fehlerquote im Angriff dazu, sodass Textima 2:0 in Führung ging. Mitte des dritten Satzes sah alles nach einer eindeutigen Niederlage für uns aus. Doch unser Kämpferherz stellte sich dagegen. Wir kämpften uns Punkt für Punkt wieder heran, bekamen die Angreiferinnen im Block besser in den Griff. Den dritten Satz entschieden wir mit einem kleinen Vorsprung für uns - Geht doch! Im vierten Satz spielten wir nun endlich unser Spiel und gewannen klar - der zweite Platz der Tabelle winkte schon langsam. Im Satz 5 konnte sich zunächst keine Mannschaft merklich absetzen. Am Ende waren wir aber das entschlossenere Team und gewannen mit 15:11. Es war ein sehr spannendes letztes Saisonspiel!

 

Insgesamt lässt sich diese Saison wie folgt zusammenfassen: Wir haben bewiesen, dass wir ein Team sind. Ob gute oder schlechte Phasen, beides haben wir stets gemeinsam geschaffen und sind als Mannschaft noch stärker zusammengewachsen. Dabei haben wir alles in allem eine erfolgreiche Saison gespielt. Ob im Angriff, Zuspiel, Annahme, Abwehr oder Aufschlag hat sich jeder Einzelne weiterentwickelt und damit die Mannschaft insgesamt vorangebracht. Für die kommende Spielzeit haben wir die besten Voraussetzungen für eine weitere erfolgreiche, spielfreudige und mannschaftsstarke Saison geschaffen. Die Stimmung im Team passt, nun lasst uns noch ein wenig an unserer Stabilität und Kontinuität arbeiten, damit wir nächstes Jahr vollends zufrieden mit unserer Leistung sind. Zum Abschlussturnier in Görlitz im Mai wünsche ich viel Spaß und natürlich noch einmal maximale Erfolge!

 

Zu guter Letzt möchte ich im Namen der Damen I unserem Trainer Andreas für seinen grenzenlosen Einsatz danken. Trotz der vielen nervenaufreibenden Schlachten hat er in den Auszeiten die richtigen Worte gefunden. Die konsequente Umsetzung der Tipps heben wir uns für die nächste Saison auf J. Auch die gut durchdachte Spielvorbereitung, insbesondere das wöchentliche Training, Zusatztraining, Trainingslager und Testspiele, brachte unser Team auf den 2. Platz der Tabelle. Vielen, vielen Dank für dein Engagement und weiter so!

 

Nachdem wir uns alle im Sand etwas austoben dürfen, starten wir Mitte August mit unserem Trainingslager in die neue Saison. Bis dahin lasst es euch gut gehen.

 

...Phia