SSV - Sport- und Spielverein Chemnitz e.V.

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Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Wir schreiben den 4. März 2018, Doppelspieltag für die Damen II des SSV Chemnitz. Es ist 10 Uhr morgens, die startende Spielmannschaft (Bine im Zuspiel, Janine als Libera, Sandra und Miri auf Mitte und Anne, Feli auf Außen) steht dem ersten Gegner, dem TSV Olbernhau gegenüber und wartet gespannt auf den ersten Aufschlag.


Dem, in 21 Minuten souverän beendetem (25:21) ersten Satz, sollen vier weitere Sätze und demzufolge ein nervenaufreibendes Spiel folgen. Den zweiten Satz mussten wir nach einer verspäteten Aufholjagd mit 24:26 an Olbernhau abgeben. Zudem verletzte sich die, kurz zuvor eingewechselte, Steffi, was zu großer Unkonzentriertheit im dritten Satz führte. Knapp gewannen die Olbernhauer diesen Satz mit 25:22 Punkten. Im vierten Satz konnten wir uns durchsetzen und wendeten einen frühen Sieg der Olbernhauer entschieden ab. Mit einem knappen Punktestand von 25:23 waren die Satzpunkte wieder ausgeglichen (2:2). Im fünften und letzten Satz setzte sich unser Kampfgeist gegenüber dem unserer Gegner durch und wir konnten das erste Spiel, erleichtert und ausgepowert, mit 15:11 in Punkten und 3:2 in Sätzen beenden. Umstritten ist, ob wir dieses erste Spiel wirklich in 100 Minuten und fünf anstrengenden Sätzen so hätten spielen müssen, aber das war uns schlussendlich egal. Für uns zählte der Sieg. Die einstündige Pause wurde mit der Plünderung des Buffets (unsererseits) eingeleitet.

Unbewusst träge und langsam verschliefen wir es, im ersten Satz des zweiten Spiels gegen die L.O. Volleys, einen Vorsprung auszubauen und damit den Satzsieg zu kassieren. Wir verloren 22:25, was die aufgekommene Feierlaune schnell ernüchterte. Durch zwei Wechsel im zweiten Satz kam Frischluft in die Mannschaft, was zu einem 25:21 Sieg führte. Leider konnten wir unsere Konzentration auch im dritten Satz nicht hochhalten und wurden mit einer knappen 22:25 Niederlage bestraft. Nun war wieder der nervenzerberstende, aber selbstverschuldete vierte Satz mit dem 1:2 Satzrückstand gekommen. Als wäre ein Alarmschalter umgelegt worden, kämpften wir jedoch bis zum souveränen 25:12 Sieg durch den Schmerz und die Müdigkeit hindurch. Den fünften und diesmal wirklich letzten Satz entschieden wir eindeutig und bestimmt mit 15:7 für uns.

Diesen aufregenden Doppelspieltag mit einem Doppelsieg zu beenden, war Dank der zahlreichen Unterstützung unserer Zuschauer ein tolles Sonntagserlebnis. Aber sollten wir uns nicht fragen, warum wir uns noch einmal dazu entschieden ein 5-Sätze Spiel in, diesmal 107 Minuten zu spielen? Die Antwort ist ganz einfach:

Perfektion ist zwar schön, aber auch ziemlich langweilig!

...L. Felicitas Wagner